Mein heutiges Thema ist ein Ernstes.
Eigentlich wollte ich mich nicht direkt in solch tiefe Seelenabgründe begeben, schließlich bin ich gestern erst eingezogen. Aber besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen, denke ich.
Ich frage mich: Wieso fällt es uns so schwer, loszulassen? Das Problem ist folgendes: Mein Herz mobbt meinen Kopf. Und das ziemlich heftig. Mein Herz hat sich nämlich in eine Sache festgebissen, die dem Kopf gar nicht gut tut. Es geht um einseitige Gefühle, ganz großes Kino.
Standpunkt des Herzens: In dieser Angelegenheit tritt nur Besserung ein, wenn sich dieser Sturkopf endlich mit dem Problem auseinandersetzt und von festgefahrenen Standpunkten abweicht. Flexibilität ist gefragt. Andernfalls entgeht ihm möglicherweise etwas sehr Reizvolles und Schönes.
Standpunkt des Kopfes: Die Sache macht mich kaputt. Wenn du, doofes Herz, endlich mal aufhören könntest, zu schmerzen, wäre ich vermutlich endlich frei für wirkliche Probleme. Wäre frei für mich, für eigene Entscheidungen, könnte neue Synapsen knüpfen. Vergiss das Problem einfach, statt es ständig lösen zu wollen, denn damit spülst du immer neue Wellen der Enttäuschung durch meine Schaltkreise – und lösen kannst du es sowieso nicht. Dafür sind deine Erwartungen zu groß. Wenn du den Menschen nicht ändern kannst, dann ändere dich.
Herz: Aber du wirst möglicherweise nie mehr so glücklich, wie du es jetzt werden könntest, wenn du stark bist.
Kopf: Ich kann jetzt aber nicht stark sein. Ich muss es erst werden. Und das kann ich nur, wenn wir beiden uns eine Zeitlang aus dem Weg gehen.
Herz: Du machst Schluss?
Kopf: Nur für eine Weile.
Herz: Nach allem, was zwischen uns war?
Kopf: Ich ruf‘ dich an..
Herz: Arschloch.
Aber ich schweife ab. Vielleicht konnte ich durch diese kleine Analogie das Grundproblem dennoch deutlich machen.
Das Problem: Loslassen ist schwer, und tut scheiße weh. Denn da ist diese Angst, etwas Falsches zu tun. Wenn dem Kopf aber allmählich die Argumente ausgehen, es NICHT zu tun, nimmt das Herz Schaden. Dummerweise ist es so mit Träumen und Schlagen beschäftigt, dass es davon nichts merkt. Und wie das eben so ist – Fehler muss man selbst machen und vom Kopf lässt es sich schon gar nichts sagen.
Einseitige Gefühle sind unschön. Und unnötig. Der Entzug von der Liebe ist nicht anders als jeder andere Drogenentzug. Die Symptome sind furchtbar. Der Körper verlangt nach seinem Stoff, weil er gelernt hat, dass diese eine Bezugsquelle die einzig richtige ist. Ist sie versiegt, versucht er verbittert, sie wieder zu bekommen. Wie ein blinder Specht vielleicht, der enthusiastisch auf einen Laternenmast einhämmert. Um den zu knacken, bräuchte er wohl einen Schnabel aus Diamant, aber den haben Spechte bekanntlich nicht.
Und auch Herzen haben keinen Mantel aus Diamant. Oder sonst einem Metall. Herzen sind sensibel. Deshalb bleibt Ihnen als Mittel der Genesung nur der Rückzug.
Ich hoffe, es stößt dabei nicht auf einen Hinterhalt.
Eigentlich wollte ich mich nicht direkt in solch tiefe Seelenabgründe begeben, schließlich bin ich gestern erst eingezogen. Aber besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen, denke ich.
Ich frage mich: Wieso fällt es uns so schwer, loszulassen? Das Problem ist folgendes: Mein Herz mobbt meinen Kopf. Und das ziemlich heftig. Mein Herz hat sich nämlich in eine Sache festgebissen, die dem Kopf gar nicht gut tut. Es geht um einseitige Gefühle, ganz großes Kino.
Standpunkt des Herzens: In dieser Angelegenheit tritt nur Besserung ein, wenn sich dieser Sturkopf endlich mit dem Problem auseinandersetzt und von festgefahrenen Standpunkten abweicht. Flexibilität ist gefragt. Andernfalls entgeht ihm möglicherweise etwas sehr Reizvolles und Schönes.
Standpunkt des Kopfes: Die Sache macht mich kaputt. Wenn du, doofes Herz, endlich mal aufhören könntest, zu schmerzen, wäre ich vermutlich endlich frei für wirkliche Probleme. Wäre frei für mich, für eigene Entscheidungen, könnte neue Synapsen knüpfen. Vergiss das Problem einfach, statt es ständig lösen zu wollen, denn damit spülst du immer neue Wellen der Enttäuschung durch meine Schaltkreise – und lösen kannst du es sowieso nicht. Dafür sind deine Erwartungen zu groß. Wenn du den Menschen nicht ändern kannst, dann ändere dich.
Herz: Aber du wirst möglicherweise nie mehr so glücklich, wie du es jetzt werden könntest, wenn du stark bist.
Kopf: Ich kann jetzt aber nicht stark sein. Ich muss es erst werden. Und das kann ich nur, wenn wir beiden uns eine Zeitlang aus dem Weg gehen.
Herz: Du machst Schluss?
Kopf: Nur für eine Weile.
Herz: Nach allem, was zwischen uns war?
Kopf: Ich ruf‘ dich an..
Herz: Arschloch.
Aber ich schweife ab. Vielleicht konnte ich durch diese kleine Analogie das Grundproblem dennoch deutlich machen.
Das Problem: Loslassen ist schwer, und tut scheiße weh. Denn da ist diese Angst, etwas Falsches zu tun. Wenn dem Kopf aber allmählich die Argumente ausgehen, es NICHT zu tun, nimmt das Herz Schaden. Dummerweise ist es so mit Träumen und Schlagen beschäftigt, dass es davon nichts merkt. Und wie das eben so ist – Fehler muss man selbst machen und vom Kopf lässt es sich schon gar nichts sagen.
Einseitige Gefühle sind unschön. Und unnötig. Der Entzug von der Liebe ist nicht anders als jeder andere Drogenentzug. Die Symptome sind furchtbar. Der Körper verlangt nach seinem Stoff, weil er gelernt hat, dass diese eine Bezugsquelle die einzig richtige ist. Ist sie versiegt, versucht er verbittert, sie wieder zu bekommen. Wie ein blinder Specht vielleicht, der enthusiastisch auf einen Laternenmast einhämmert. Um den zu knacken, bräuchte er wohl einen Schnabel aus Diamant, aber den haben Spechte bekanntlich nicht.
Und auch Herzen haben keinen Mantel aus Diamant. Oder sonst einem Metall. Herzen sind sensibel. Deshalb bleibt Ihnen als Mittel der Genesung nur der Rückzug.
Ich hoffe, es stößt dabei nicht auf einen Hinterhalt.