Ich muss es heute einfach loswerden: Mein Gehirn ist ein Sadist. Und ein ganz besonders bösartiger noch dazu. Ich möchte fast behaupten: Unser aller Gehirne sind hoffnungslos masochistisch veranlagt. Schlimmer noch: Sie lieben es, uns zu quälen, und es tut ihnen nicht einmal leid.
Was ist passiert? Ich muss gestehen: Ich habe Jamie vergessen. Weihnachten steht vor der Tür, und Weihnachten verbringt sich wesentlich besser mit der Familie. Ich bin also heim gefahren. Ich musste recht früh aufstehen, Jamie schlief noch. Das tat er leider auch noch, als ich schon lange im Auto saß. Ich konnte nicht mehr umkehren – und so blieb er alleine zurück.
Wir haben jedoch gerade miteinander telefoniert, und er ist mir nur ein bisschen böse. Jetzt feiert er eben mit seinen Mitbewohnern. Könnte ja auch schön sein.
Der Punkt ist: Wieso vergisst mein Kopf für mich jeden Tag netterweise all diese Geburtstage, Termine und vor allem Jamie – und erlaubt es mir nicht, diese eine kleine Sache, die meine Gedanken schon viel zu lange blockiert, endlich loszuwerden. Wieso wird so viel geistiger Lagerplatz mit nutzlosem Atommüll verschwendet, der mir den ganzen Kopf unnötig verstrahlt? Wieso bin ich nicht in der Lage, mich zu kontrollieren und diese kleine Sache endlich ganz weit wegzuschieben?
Vielleicht, weil dann alles nicht mehr so spannend wäre. Weil wir nichtmehr alle diese kleinen und großen Gefühlswirbelstürme erleben würden, nichtmehr diese überraschenden Wolkenbrüche und vor allem nicht mehr dieses unglaublich schöne Kribbeln im Bauch – denn was kontrolliert werden kann, ist vorhersehbar. Und was vorhersehbar ist, verliert irgendwann seinen Reiz. Könnten wir unsere Gedanken und Gefühle kontrollieren – was würde uns dann noch vom Computer unterscheiden? Dann wären wir genauso vorhersehbar wie ein Fahrplan. Und Fahrpläne sind wahnsinnig unsexy und auch ein kleines bisschen langweilig.
Vermutlich müssen wir also weiter leiden. Weiter versuchen, mit den kleinen und großen Aua’s unsere Herzens (in freundlicher Zusammenarbeit mit dem Kopf) zurecht zu kommen. Uns weiterhin geistig quälen und foltern zu lassen – in der Hoffnung, das irgendwann alles besser wird. Und ich denke, das wird es. Denn irgendwann verstaubt alter Müll hinter neuen Erinnerungen. Dort strahlt er vielleicht noch ein bisschen durch – aber das wird schwächer. Noch viel später findet man ihn dann nur noch, wenn man lange genug wühlt. Aber dazu besteht eigentlich nie ein Grund – denn wer braucht schon rostige, verstaubte - und vor allem kaputte - Beziehungen?
Was ist passiert? Ich muss gestehen: Ich habe Jamie vergessen. Weihnachten steht vor der Tür, und Weihnachten verbringt sich wesentlich besser mit der Familie. Ich bin also heim gefahren. Ich musste recht früh aufstehen, Jamie schlief noch. Das tat er leider auch noch, als ich schon lange im Auto saß. Ich konnte nicht mehr umkehren – und so blieb er alleine zurück.
Wir haben jedoch gerade miteinander telefoniert, und er ist mir nur ein bisschen böse. Jetzt feiert er eben mit seinen Mitbewohnern. Könnte ja auch schön sein.
Der Punkt ist: Wieso vergisst mein Kopf für mich jeden Tag netterweise all diese Geburtstage, Termine und vor allem Jamie – und erlaubt es mir nicht, diese eine kleine Sache, die meine Gedanken schon viel zu lange blockiert, endlich loszuwerden. Wieso wird so viel geistiger Lagerplatz mit nutzlosem Atommüll verschwendet, der mir den ganzen Kopf unnötig verstrahlt? Wieso bin ich nicht in der Lage, mich zu kontrollieren und diese kleine Sache endlich ganz weit wegzuschieben?
Vielleicht, weil dann alles nicht mehr so spannend wäre. Weil wir nichtmehr alle diese kleinen und großen Gefühlswirbelstürme erleben würden, nichtmehr diese überraschenden Wolkenbrüche und vor allem nicht mehr dieses unglaublich schöne Kribbeln im Bauch – denn was kontrolliert werden kann, ist vorhersehbar. Und was vorhersehbar ist, verliert irgendwann seinen Reiz. Könnten wir unsere Gedanken und Gefühle kontrollieren – was würde uns dann noch vom Computer unterscheiden? Dann wären wir genauso vorhersehbar wie ein Fahrplan. Und Fahrpläne sind wahnsinnig unsexy und auch ein kleines bisschen langweilig.
Vermutlich müssen wir also weiter leiden. Weiter versuchen, mit den kleinen und großen Aua’s unsere Herzens (in freundlicher Zusammenarbeit mit dem Kopf) zurecht zu kommen. Uns weiterhin geistig quälen und foltern zu lassen – in der Hoffnung, das irgendwann alles besser wird. Und ich denke, das wird es. Denn irgendwann verstaubt alter Müll hinter neuen Erinnerungen. Dort strahlt er vielleicht noch ein bisschen durch – aber das wird schwächer. Noch viel später findet man ihn dann nur noch, wenn man lange genug wühlt. Aber dazu besteht eigentlich nie ein Grund – denn wer braucht schon rostige, verstaubte - und vor allem kaputte - Beziehungen?